Bereits seit Jahrhunderten gibt es in Tamsweg das Altersheim „St. Barbara“ – frühere Bezeichnung „Bürgerspital St. Barbara“. Es wird vermutet, dass das Bürgerspital bereits im Jahre 1484 vom Priester Leonhardis Hofer gegründet wurde. Das Bürgerspital war ein „Versorgungsheim“ für alte, gebrechliche, verarmte und verlassene Bürger der Marktgemeinde Tamsweg bzw. des ganzen Bezirkes Lungau. Die Schlussfolgerung, dass aufgrund der Namensgebung „St. Barbara“ Lungauer Gewerke bzw. die Bergleute diese Einrichtung gegründet hätten ist nicht belegbar.

Wanderer, die vor der Überquerung des Tauernpasses eine Herberge suchten, konnten ebenfalls im Haus St. Barbara nächtigen und wurden dort auch verköstigt. Vorübergehend wurde in diesem Hause auch eine medizinische Versorgung angeboten, deshalb auch der Name „Bürgerspital“.

Im Jahre 1863 wurde das Haus von der Marktgemeinde Tamsweg käuflich erworben. Im Jahre 1888 hatte der Orden der Halleiner Schulschwestern die Betreuung und Pflege der damaligen Bewohner übernommen.

Ende der Fünfziger Jahre beschloss die Marktgemeinde Tamsweg den Neubau d es Seniorenheimes im Bereich der Bahnhofstraße. Am 13. April 1962 wurde das neue „Altersheim St. Barbara“ feierlich eröffnet. Die Salzburger Nachrichten titelten damals in ihrer Ausgabe „Soziale Großleistung der Marktgemeinde Tamsweg – eines der modernsten Altersheime im Lande Salzburg eröffnet“. Anfang der Neunziger Jahre entsprach das damals moderne Haus jedoch auch nicht mehr den Anforderungen einer zeitgerechten Pflege und Betreuung von alten Menschen. Die Marktgemeinde Tamsweg bemühte sich daraufhin um die Gründung eines Gemeindeverbandes mit den Nachbargemeinden.

Am 1. Juli 1997 wurde schließlich der „Gemeindeverband Seniorenwohnheim St. Barbara – Tamsweg“ mit den Mitgliedsgemeinden Tamsweg, Ramingstein und Lessach gegründet. Im Juni 1998 wurde mit dem Neubau des Seniorenwohnheimes St. Barbara begonnen und im November 1999 übersiedelten die Bewohnerinnen und Bewohner vom alten in das angebaute neue Haus. Bereits eine Woche später wurde mit der Generalsanierung des Altbaues begonnen und im Spätherbst 2000 erfolgte die Fertigstellung.

Im Frühjahr 2001 stellte die Gemeinde Unternberg einen Antrag um Aufnahme in den Gemeindeverband, der auch seine Zustimmung fand. Am 23. Juni 2001 wurde das neue „Seniorenwohnheim St. Barbara – Tamsweg“ im Rahmen eines feierlichen Festaktes offiziell eröffnet.

In diesem Haus konnten nun 65 BewohnerInnen gepflegt und betreut werden. Bereits beim Neubau bzw. bei der Generalsanierung des Altbaues wurde darauf Bedacht genommen, dass jederzeit eine Erweiterung des Platzangebotes in Form einer Aufstockung des Gebäudes möglich war. Aufgrund der vorliegenden Berechnungen des Amtes der Salzburger Landesregierung sollte dies frühestens 2010 notwendig sein. Der Bedarf war jedoch bereits wesentlich früher gegeben und so wurde die Aufstockung im Juli 2005 begonnen und im Februar 2006 abgeschlossen.

Derzeit können im Seniorenwohnheim St. Barbara – Tamsweg 80 Bewohnerinnen und Bewohner gepflegt und betreut werden.